26.06.2017

Neue Energie für die ostwestfälische Kommunalpolitik

Die Mentees des HWK-Mentorings in Ostwestfalen-Lippe sind fit für die Kommunalwahl 2020

Die Tandems haben Lust auf Kommunalpolitik.

Gemessen am Energiebarometer und dem Motivationsgrad der Teilnehmerinnen hätte das Treffen am 24. Juni 2017 im Abgeordnetenhaus Berlin eher eine Auftakt- denn eine Abschlussveranstaltung sein können: Knapp 60 Frauen aus Ostwestfalen-Lippe reflektierten als Mentorinnen, Mentees oder Gleichstellungsbeauftragte das Mentoring-Programm des Helene Weber Kollegs in ihrer Region. Ursula Liebhart, Professorin für Personalwesen und Organisation an der Fachhochschule Kärnten, gab einen fachlichen Input zur Evaluation des Programms. Moderiert und begleitet wurde die Abschlussveranstaltung von EAF Director Manuela Möller.

In den vergangenen zwölf Monaten haben die Mentoring-Tandems ganz individuelle Erfahrungen machen können – Kommunalpolitik und der Weg dorthin verband dabei alle Mentoring-Tandems miteinander. Mindestens einmal im Monat trafen sich die Mentees mit ihren Mentorinnen. Neben Wissen rund um Gemeindeverordnungen, Fraktions- oder Ausschussarbeit erhielten sie oft ganz praktische Tipps. Zum Beispiel ist man bereits 15 Minuten vor den Sitzungen da, um zu Netzwerken. Wichtig sei es auch, sich inhaltlich zu positionieren. Unabhängig vom Wissens- und Erfahrungsaustausch ist die zwischenmenschliche Beziehung zueinander entscheidend für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung. „Energie ist die Kraft und Intensität, mit der das Tandem arbeitet und fokussiert Entwicklungen vorantreibt“, so Prof. Dr. Ursula Liebhart, die für ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule Kärnten eine quantitative Befragung der Mentoring-Teilnehmerinnen durchführte. Die Auswertung der Fragebögen zeigt eine hohe Zufriedenheit der Tandems mit ihrer Mentoring-Beziehung. Angeregt wurde von den Teilnehmerinnen aber auch ein verstärkter Austausch untereinander.

Das Miteinander möchten die Frauen aus Ostwestfalen-Lippe fortführen und in ihre Region tragen. „Wir werden versuchen, unsere Gruppe zusammenzuhalten“, so eine Teilnehmerin zuversichtlich. Einige der Mentees planen, für die nächste Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020, zu kandidieren und sich gegenseitig zu bestärken und zu unterstützen. Diese neue Energie für die ostwestfälische Kommunalpolitik tragen die Frauen in ihren Kreis, ihre Stadt und ihre Kommunen. Das Netzwerk des Helene Weber Kollegs ist damit um viele motivierte Mitstreiterinnen reicher.

Mehr Informationen und eine Bildergalerie finden Sie hier.