REVERSE MENTORING

Halbzeit im Reverse Mentoring

Mentorinnen treffen sich in Berlin zur Zwischenbilanz

Die Teilnehmerinnen des Zwischenseminars

Im Januar 2016 trafen sich die Mentorinnen des Reverse Mentorings "Mehr Politikerinnen ins Netz" zur Halbzeitreflexion in Berlin wieder. Seit drei Monaten begleiten die Social Media-Expertinnen Kommunalpolitikerinnen bei ihrem Einstieg mit sozialen Medien.

Es war Zeit, Danke zu sagen: Für das ehrenamtlich Engagement und die Bereitschaft der Mentorinnen, ihr Wissen weiterzugeben. Das Wochenende startete mit einem Workshop der Sprech- und Präsentationstrainerin Ulrike Völger zum Thema Auftrittskompetenz: Nach Kurzpräsentationen bekamen die Mentorinnen ein individuelles Feedback der Gruppe und der Dozentin. Mit Stimm-, Sprech- und Wahrnehmungsübungen setzten sich die Teilnehmerinnen mit ihrer Präsenz und ihrem Stimmpotential auseinander. „Im Stimm- und Sprechtraining hat sich für mich eine ganz neue Welt aufgetan“, beschrieb eine Mentorin den Workshop. „Ich bin richtig motiviert hier weiterzuarbeiten.“ 

Der Tag endete mit einem informellen Kaminabend. Eingeladen waren die Filmkritikerin Sophie Charlotte Rieger und Patricia Romanowsky, stellvertretende Leiterin der Online-Kommunikation der CDU/CSU-Fraktion. „Social Media gehört auf Bundesebene einfach dazu“, so Romanowsky. Die frühere Referentin der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft beleuchtete aktuelle politische Themen, wie zum Beispiel den Breitbandausbau, und beantwortete Fragen zu den neusten Entwicklungen in sozialen Medien. Filmkritikerin Rieger sprach über Geschlechterklischees auf der Leinwand und wies darauf hin, dass viele Filme auch heutzutage den Bechdel Test, ein 3-Fragen-Test der stereotype Darstellungen von Frauen im Film untersucht, nicht bestehen. 

Der zweite Tag des Wochenendes stand ganz im Zeichen der Reflexion: Wie gut läuft die Zusammenarbeit im (generationsübergreifenden) Tandem? Wie finden sich die Frauen in der neuen Rolle der beratenden Mentorin zurecht? Manuela Möller, Leiterin des Geschäftsfelds Politik und Internationales, beantwortet offene Fragen der Teilnehmerinnen und gab individuelle Hinweise und Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Tandem.

Deutlich wurde, dass die Kommunalpolitikerinnen sich im Netz immer mehr zutrauen. So beschäftigen sich einige Mentees bereits mit der Professionalisierung ihrer Auftritte bei Facebook oder auf ihrer Website. 

Als Motiv für das Abschlussfoto wählten die Expertinnen der digitalen Welt die alten Briefkästen im Innenhof des Hotels. „Besonders gut hat mir gefallen, dass wir viel Zeit hatten uns untereinander besser kennenzulernen und auszutauschen“,  beschrieb eine Mentorin das Wochenende im Rückblick.


REVERSE MENTORING

Neu im HWK: Das Reverse Mentoring

Kommunalpolitikerinnen lernen von Social-Media Expertinnen

Copyright: Birte Zellentin
Teilnehmerinnen und Referent/innen des Reverse Mentorings (© Birte Zellentin)

„Mehr Politikerinnen ins Netz!“ – unter diesem Motto steht  das Reverse Mentoring-Programm des Helene Weber Kollegs. Das besondere: die Generationenverhältnisse werden umgedreht. Im Reverse Mentoring lernen erfahrene Kommunalpolitikerinnen von meist jüngeren Social Media-Expertinnen.

Das neue Mentoringprogramm des Helene Weber Kollegs startete am 9. und 10. Oktober 2015 für 14 Tandems mit einer zweitägigen Auftaktveranstaltung für Mentees und Mentorinnen in Berlin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Nach der Podiumsdiskussion zum Thema „Macht, Möglichkeiten und Grenzen sozialer Medien“  beantworteten Twitter-Expertin Kübra Gümüsay, der Geschäftsführer von openPetition Jörg Mitzlaff und Jeannette Gusko, die Pressesprecherin von change.org Deutschland  den Mentees und Mentorinnen ihre Fragen rund um die sozialen Medien. Im Fokus der Diskussion stand die Frage, wie Kommunalpolitikerinnen soziale Medien für ihre politische Arbeit nutzen können. Im Anschluss hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. 

Am Samstag startete die Gruppe mit einem Photowalk in den Tag. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die Mentees und Mentorinnen mit professionellen Instagrammer/innen auf die Suche nach den Spuren der Macht und lernten Instagram so hautnah kennen. Nach intensiver Tandemarbeit endete das Auftaktseminar mit einer Expertinnen-Sprechstunde: Nasanin Bahmani, Datenschutz- und Social-Media-Beraterin, beantwortete alle noch offen gebliebene Fragen der Teilnehmerinnen. 

Wir danken den Mentorinnen für ihr ehrenamtliches Engagement und  wünschen den Pilotinnen des ersten Durchgangs einen guten Start ins Mentoring!


REVERSE MENTORING

Immer mehr Bürger/innen geben in Umfragen an, dass soziale Medien ihre wichtigste Informationsquellen sind. Auch die klassischen Medien teilen und beschaffen ihre Informationen zunehmend stärker im Netz. Dabei stellen soziale Medien Informationen nicht nur passiv zur Verfügung, sondern zeichnen sich durch ihr aktives Vernetzungspotential und Dialogformate aus.

Das neue Reverse Mentoring des Helene Weber Kollegs dreht die Generationenverhältnisse um: Kommunalpolitikerinnen lernen von meist jüngeren Social Media-Expertinnen.

Was bieten soziale Medien Kommunalpolitikerinnen konkret? Welche zentralen Herausforderungen ergeben sich vor dem Hintergrund zurückgehender Parteibindung und veränderter Mediennutzung der Bevölkerung? Können im Wahlkampf durch soziale Medien Wähler/innen mobilisiert werden? Wie zeit- und betreuungsintensiv ist eine professionelle Social Media-Präsenz und wer kommt an welcher Plattform nicht vorbei? Ob Twitter, Facebook, Blogs oder Instagram, die Mentorinnen zeigen den Kommunalpolitikerinnen, wie sie Online-Dienste besser für ihre politische Arbeit nutzen können.

Mentees gesucht! Sie sind Kommunalpolitikerin und interessieren sich für soziale Medien? Sie suchen den richtigen Kanal für Ihre Öffentlichkeitsarbeit im Netz? Dann bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem tabellarischen Lebenslauf, dem ausgefüllten Profilbogen für Mentees und der unterzeichneten Absichtserklärung.

Mentorinnen gesucht! Sie bewegen sich beruflich oder privat täglich im Internet und in sozialen Netzwerken? Sie möchten Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen weitergeben und dazu beitragen, dass sich mehr Frauen sicher im Netz bewegen? Sie sind an neuen Impulsen für Ihre Arbeit und an gemeinsamen Treffen mit den anderen Mentorinnen interessiert? Dann senden Sie uns Ihren tabellarischen Lebenslauf und den ausgefüllten Profilbogen für Mentorinnen zu!

Weitere Informationen zum HWK Reverse Mentoring finden Sie hier im FLYER.

Wir haben Ihr Interesse am Reverse Mentoring für Kommunalpolitikerinnen geweckt? Ein neuer Durchgang startet im Januar 2017.

Wenn Sie Nachfragen zum Programm oder Interesse haben, sich als Mentee oder Mentorin zu bewerben, dann wenden Sie sich bitte an:

Andrea Krönke

EAF Berlin. Diversity in Leadership. 

Schumannstraße 5 | 10117 Berlin

Tel. 030 - 30 87 760-54 

Email: kroenke@eaf-berlin.de

Das HWK-Mentoring wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Projektträgerin ist die EAF Berlin.