HWK-MENTORING

Orientierungshilfe und Unterstützung für Einsteigerinnen in die Politik

Ältestenrat, Fachbeirat, Pflichtaufgaben, Umgang mit politischen Gegner/innen? Für politisch interessierte Einsteigerinnen oder frisch gewählte Mandatsträgerinnen ist es oft eine große Herausforderung, sich im Dschungel der Politik und deren eigenen Sprache und Routinen selbstbewusst zu bewegen. Gut, wenn man dabei eine persönliche Ansprechpartnerin und Beraterin an der Seite hat. Im Mentoringprogramm des HWK finden junge Frauen Unterstützung auf ihrem Weg in die Politik.

Idee des HWK-Mentoring ist es, dass erfahrene Politikerinnen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit politischen Einsteigerinnen teilen. Ein professionell organisiertes Rahmenprogramm strukturiert die Mentoringbeziehung, bietet Qualifizierungsmöglichkeiten und Vernetzung.

Anders als andere Fördermaßnahmen oder Weiterbildungsprogramme setzt das Mentoring auf eine persönliche Beziehung zwischen Mentorin (Ratgeberin) und Mentee (Einsteigerin), einen direkten Erfahrungsaustausch und langfristige Begleitung. Dabei geht es beim Mentoring neben der Vermittlung von formalem Wissen, beispielsweise über die Funktions- und Arbeitsweisen kommunaler Parlamente, auch um die persönliche Weiterentwicklung der Mentees. Denn sicheres Auftreten oder selbstbewusstes Einstehen für die eigene Meinung ist in der Politik mindestens genauso wichtig wie fundierte Fachkenntnisse. 

Ziel des HWK-Mentoring ist es, interessierte Frauen an die Kommunalpolitik heranzuführen und das Erfahrungswissen bereits aktiver und erfolgreicher Frauen in der Politik weiterzugeben. Über unser Netzwerk aus Mentorinnen und Mentees wollen wir außerdem den generationen- und parteiübergeifenden Austausch stärken. Unsere Mentees profitieren von einer persönlichen Betreuung, direkten Einblicken in den politischen Alltag und begleitenden Seminaren. 

Wie funktioniert das HWK-Mentoringprogramm?

Im HWK-Mentoring begleiten und fördern unsere Mentorinnen jeweils eine Nachwuchskraft. Die Mentorinnen sind kommunale Mandatsträgerinnen aller politischen Parteien, viele von ihnen wurden mit dem Helene Weber Preis des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgezeichnet. 

Jede Mentorin sucht sich ihre Mentee selbst und wird dabei bei Bedarf von der EAF unterstützt. Die Mentees sind politisch interessierte Frauen, die in der Regel bisher noch kein Mandat haben. Mentorin und Mentee bilden sogenannte Tandems – zu zweit arbeiten sie über ca. neun Monate zusammen und tauschen sich regelmäßig aus. Folgende Bausteine sind Teil der Tandem-Arbeit:

Reflexionstreffen: Mentee und Mentorin tauschen sich regelmäßig etwa alle 4-6 Wochen aus. Nach Möglichkeit findet ein persönliches Treffen statt, ersatzweise kann der Kontakt auch mal per Telefon oder Email erfolgen.

Shadowing: Einmal mittendrin dabei sein. Das ist die Idee des Shadowing (von englisch shadow = Schatten), bei dem die Mentee ihre Mentorin bei ausgewählten Terminen begleitet und beobachtet und so Einblicke in politische Abläufe bekommt.

Gemeinsames Projekt: Nach Möglichkeit setzt das Tandem ein gemeinsames Projekt um, zum Beispiel einen gemeinsamer Workshop oder auch eine Aktion vor Ort. So können Erfahrungen in der gemeinsamen Zusammenarbeit gesammelt werden.

Seminare des HWK: Sowohl für die Mentorinnen als auch die Mentees finden im Laufe des Programm 2-3 Seminare statt. Diese dienen der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen Mentorinnen und Mentees, bieten aber auch die Möglichkeit der Qualifizierung und persönlichen Weiterentwicklung.

 

MENTORING-BÖRSE

Die nächsten Durchgänge in der Mentoringbörse starten in diesem Jahr in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen.

Wenn Sie Interesse haben, als Mentee oder Mentorin beim HWK-Mentoring teilzunehmen sowie bei Nachfragen zum Programm, wenden Sie sich bitte an:


Anna Jäger
EAF Berlin. Diversity in Leadership. 
Schumannstraße 5 | 10117 Berlin
Tel. 030 - 30 87 760-66 | Fax: 030 - 30 87 760-59
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