Newsletter Februar 2013

 

Analyse: Tunesien kann es sich nicht leisten, die Potenzialentfaltung seiner Frauen einzuschränken
Von Zeineb Ben-Othman

Vor genau zwei Jahren erhoben Männer und Frauen gleichermaßen ihre Stimmen gegen das repressive Regime und forderten den Beginn einer neuen Ära, in der mit vereinten Kräften daran gearbeitet werden soll, die Lebensbedingungen in allen Regionen des Landes auf ein menschenwürdiges Niveau zu bringen. Die tunesische Bevölkerung war sich bewusster denn je, dass das Potential eines jeden einzelnen Bürgers für den innergesellschaftlichen Entwicklungsprozess unentbehrlich ist und alle Bürger daher gleiche Entfaltungsmöglichkeiten besitzen müssen. Dass es da keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen geben darf, verstand sich von selbst. Folglich wurden im Zuge der ersten unabhängigen Wahlen im Oktober 2011 die Parteien - einschließlich Ennahda - nicht müde, der Zivilbevölkerung zu versichern, dass sie im Gegensatz zum alten Regime ausschließlich jene institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu etablieren beabsichtigen, die allen Tunesiern - ohne Ausnahme - gleiche Entfaltungsmöglichkeiten im innergesellschaftlichen Entwicklungsprozess zuteilkommen lassen. Doch was hat sich seither getan? mehr erfahren... 

Engagiert für die Gleichberechtigung: Die NGO Egalité & Parité
Von Imane Nora Azouzi

Egalité & Parité – Gleichheit und Parität – wurde am 12. April 2011, nur wenige Monate nach der tunesischen Revolution, von einer engagierten Gruppe aus Männern und Frauen gegründet. Das erklärte Ziel der Organisation ist die Realisierung von Chancengleichheit in allen Lebensbereichen. In Kampagnen und Aktionen sowie über Bildungs- und Sensibilisierungsprogramme sollen die Prinzipien von Gleichheit und Parität auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen verankert werden. Und wenn es nötig ist, gehen die Mitglieder dafür auch nach der Revolution auf die Straße. mehr erfahren...

Auftakt des Projekts „Demokratie braucht Frauen!“: Delegationsreise

Das deutsch-tunesische Projekt „Demokratie braucht Frauen!“ ist im November letzten Jahres mit einer Delegationsreise engagierter Tunesierinnen nach Deutschland erfolgreich gestartet. Sieben tunesische Aktivistinnen aus Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen tauschten sich mit deutschen Verbänden, Aktivistinnen und den Politikerinnen des Helene Weber-Kollegs aus. Wie können mehr Frauen zu politischer Partizipation ermutigt werden? Welche Hürden gibt es für Frauen in der Politik? Wie können Politikerinnen parteiübergreifend und mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten? waren nur einige der Fragen, die diskutiert wurden. mehr erfahren...

 

6 Fragen an...Christine Klein

Die Kriminalbeamtin, erfolgreiche Kommunalpolitikerin und Mutter von drei Kindern will mitentscheiden: Sie kandidiert für den Posten der Bürgermeisterin. Im Kurzinterview verrät die Helene Weber-Preisträgerin wie sie zur Politik gekommen ist, welche Hindernisse sie für Frauen in der Politik sieht und womit Rita Süssmuth sie einst beeindruckt hat.  mehr erfahren...