Engagiert vor Ort: Bundesweite Studie (2010)

Studie

In den Kommunalparlamenten sind Frauen immer noch deutlich untervertreten. Was muss passieren, damit sich die Anteile endlich erhöhen? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, hat das BMFSFJ die EAF Berlin mit der ersten bundesweiten Studie zu Kommunalpolitikerinnen in Deutschland beauftragt.

„Man hat hier im Prinzip alle Dinge des Lebens irgendwann einmal auf dem Tisch.“ - Die das sagt, weiß wovon sie spricht. Sie ist Teilnehmerin der Studie Engagiert vor Ort – Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen. Bundesweit wurden dafür über 1000 ehren- und hauptamtliche Kommunalpolitikerinnen aus über 500 repräsentativ ausgewählten Kommunen befragt. Ergänzend wurden Intensivinterviews mit 25 ehren- und hauptamtlichen Kommunalpolitikerinnen durchgeführt. 

Wer sind sie, diese Frauen in Deutschlands Stadt-, Gemeinde- und Kreisräten, in den Chefsesseln von Rathäusern und Landratsämtern? Welche Einstiegs- und Aufstiegswege sind sie gegangen? Welche Erfahrungen machen die ehrenamtlich engagierten, welche die hauptamtlich tätigen Kommunalpolitikerinnen? Warum sind es immer noch so wenige Frauen in der Kommunalpolitik. Und vor allem: Was muss passieren, damit es mehr werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der quantitativ und qualitativ angelegten Studie von Uta Kletzing und Helga Lukoschat.

Frauen haben in der Kommunalpolitik einen gewissen Seltenheitswert. Fakt ist: Sie sind für die „Dinge des Lebens“ gleichermaßen qualifiziert wie Männer. Fakt ist aber auch: Vor allem in der Kommunalpolitik sind sie immer noch deutlich unterrepräsentiert. Durchschnittlich ein Viertel der kommunalen Parlamentssitze werden von Frauen besetzt; gerade in kleineren Kommunen gibt es immer noch "frauenfreie Räte". An den Spitzen von Landkreisen, Städten und Gemeinden finden sich etwa 10 Prozent Landrätinnen und 5 Prozent (Ober-)Bürgermeisterinnen. Fakt ist zudem: die Frauenanteile in Kommunalparlamenten stagnieren seit den 90er Jahren!

Studie_Graphik_Beweggründe

Aus den Ergebnissen:

Welche Beweggründe haben die engagierten Frauen zur Übernahme eines kommunalen Mandats veranlasst? Sowohl äußere als auch innere Faktoren spielen eine wichtige Rolle: Die Mehrheit möchte „über den eigenen Tellerrand hinausblicken” und ein konkretes Thema voranbringen. Das Engagement für Themen ist eine ganz entscheidende Triebkraft für das (ehrenamtliche) Engagement von Frauen, das hat sich an verschiedenen Stellen der Untersuchung immer wieder deutlich gezeigt. 

Wer sind sie, diese Frauen in Deutschlands Stadt-, Gemeinde- und Kreisräten, in den Chefsesseln von Rathäusern und Landratsämtern? Welche Einstiegs- und Aufstiegswege sind sie gegangen? Welche Erfahrungen machen die ehrenamtlich engagierten, welche die hauptamtlich tätigen Kommunalpolitikerinnen? Warum sind es immer noch so wenige Frauen in der Kommunalpolitik? Und vor allem: Was muss passieren, damit es mehr werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der quantitativ und qualitativ angelegten Studie von Uta Kletzing und Dr. Helga Lukoschat.

Engagiert vor Ort – Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen ist die bisher umfangreichste Untersuchung über Deutschlands Kommunalpolitikerinnen. Sie liefert zum einen aktuelle empirische Daten zum soziodemographischen Hintergrund und zu Ein- und Aufstiegswegen von Kommunalpolitikerinnen. Auf dieser Grundlage haben die Autorinnen zum anderen Handlungsempfehlungen für Parteien, zivilgesellschaftliche Organisationen und kommunale Akteur/innen abgeleitet, die die Debatte neu beleben und aufzeigen sollen, wie der Frauenanteil in der Kommunalpolitik nachhaltig erhöht werden kann.

Sie können die Studie als kostenlose Broschüre auf der Website des BMFSFJ bestellen oder hier in der Kurzfassung oder als Komplettversion im PDF -Format herunterladen:

Engagiert vor Ort - Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen (Kurzfassung)

Engagiert vor Ort - Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen (Komplettversion)