Seminar „Gut vernetzt: wie können Frauen social media für ihre politische Arbeit nutzen?“

Die Leimener Bürgermeisterin und Helene Weber- Preisträgerin Claudia Felden lud kommunalpolitisch interessierte Frauen ein, an einem Seminar zum Thema Internetkommunikation und social media in der Politik teilzunehmen. Wir haben zwei Teilnehmerinnen zu Verlauf und Ergebnissen dieses Training befragt. Lesen Sie hier das Interview mit Helga Bender (Ortsbeirätin, FDP) und Jane Mattheier (Stadträtin, SPD):

Wie können social media-Kanäle für die kommunalpolitische Arbeit genutzt werden? Was gilt es zu beachten?

HB: Social Media-Dienste werden inzwischen für unsere politische Arbeit bei der FDP Leimen immer wichtiger,  diese sind strategisch und zielsicher in unserer externen Kommunikation integriert. Infos, Termine lassen sich so schnell kommunizieren. Ein nicht mehr weg zu denkendes Tool bei der heutigen Parteiarbeit. Von der Aktualität, Text und Bild leben die social-media- Kanäle wie Facebook, Twitter, Blogs. Likes, Kommentare und Statistiken zeigen an, wie viele Besucher/innen die Seite und ihre Beiträge ansehen, wie viele sich für die einzelnen aktuellen Informationen interessieren. Termine und Berichte können geteilt werden, um viele Gleichgesinnte zu erreichen, besonders zeigt sich das bei den jetzigen Neujahresempfängen und im Kommunalwahlkampf im Frühjahr 2014. Auch die Kosten sind  günstig.
JM: Ich muss bei privaten Seiten natürlich darauf achten, dass ich vernünftige Sicherheitseinstellungen habe und nicht zu viel von mir preis gebe. Auch muss darauf geachtet werden, dass die Follower und Leser/innen nicht mit zu viel Infos „zugemüllt“ werden. Die wichtigen Infos sollten klar gekennzeichnet werden. 

Haben die teilnehmenden Frauen ein persönliches Fazit aus den Erkenntnissen des Workshops gezogen? Gibt es bereits praktische Umsetzungen?

JM: Bei der SPD haben wir das Wissen bereits im Bundestagswahlkampf benutzt durch Teilen und Posten spezifischer Inhalte. Gruppen werden gut über Facebook vernetzt, Einladungen können schnell und zielgerecht verschickt werden. Auch ältere Teilnehmerinnen haben die Hemmschwelle verloren und sich nun getraut, onlinezugehen und sich bei social media umzusehen. 
HB: Die aufgezeigten Möglichkeiten im Seminar vermittelten die Möglichkeit, schnelle nützliche Informationen für alle auch sichtbar zu machen. Wichtig war es auch, Ängste abzubauen und Mut zu machen, dies in die politische Arbeit zu integrieren.
 
Gibt es Interesse an weiteren Seminaren dieser Art? Gibt es Pläne weitergehende Trainings anzubieten?
JM und HB: Ja!  Absolut. Im Stadtrat wurde sogar seitens der (älteren) Herren nachgefragt, ob man so etwas auch mal für Damen und Herren anbieten könnte. 

Seminarteilnehmerinnen in Leimen