Frauentheater „Septem mulieres - Sieben Frauen“

Nach der Helene Weber Preisverleihung im Sommer 2015 startete im Juli die erste „Aktion vor Ort“ in Mittelsachsen. Hauptpreisträgerin Elisabeth Schwerin ermöglichte es mit ihrem Preisgeld, Laienschauspielerinnen bei der Vorbereitung eines Frauentheaters zu unterstützen.
„In individuell improvisierten Szenen wird die Entscheidungs- und Handlungsgeschichte von einzelnen historischen Frauen erzählt, die in der Reformationszeit lebten und wirkten. Heute noch immer aktuelle Konflikte werden auf diese Weise auf der Bühne erlebbar gemacht“, erklärt Elisabeth Schwerin.

Die Geschichten vergessener Frauen der Reformationszeit auf der Bühne

Das Stück blickt auf sieben wichtige historische Frauen der Reformationszeit. Frauen, die Briefe schrieben, die die Bibel lasen und interpretierten und Flugblätter entwarfen.  Sie schrieben Fachbücher, Lieder, Gedichte und Novellen, verweigerten gewohnte Rituale der katholischen Kirche, entflohen den Klöstern oder kämpften als Äbtissinnen für ihre Klöster. Sie halfen Armen, Kranken und Flüchtlingen. Den Initiatorinnen ist eine Sache besonders wichtig: „Wir wollen, dass die Darstellerinnen und das Publikum mit den Lebensgeschichten dieser Frauenvorbilder ihr eigenes Leben selbstermächtigt gestalten. Wir ermutigen, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich zu trauen, Respekt, Vertrauen und Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft einzufordern“, so eine Laienschauspielerin.

Die regionale Vernetzung steht bei diesem Theaterprojekt aber ebenso im Fokus. So kooperiert das Frauentheater unter anderem mit dem historischen Seminar der Universität Leipzig, dem Damensalon Mittweida und der Schlossgesellschaft zu Rochlitz.

Die Aufführungen starten im Herbst 2016. Weitere Informationen zu dem Frauentheaterprojekt finden Sie hier.