Stimmen für Parität

Politik braucht Parität: Die Forderung nach parlamentarischer Parität hat viele Freund*innen und Unterstützer*innen. Einige Stimmen für Parität sind im Folgenden zusammengestellt.


 

Christine Klein, Sprecherin des Helene Weber Netzwerks

"Frauen müssen entsprechend ihres Bevölkerungsanteils von 51% auf allen politischen Ebenen in den Parlamenten vertreten sein und abstimmen können. Dann haben wir Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern und eine tatsächliche Demokratie in Deutschland. Selbstverpflichtungen zeigen keine Wirkung. Aber gesetzliche Vorgaben mit verpflichtenden Plätzen in den Parlamenten eröffnen Frauen Türen für politische Ämter und räumen vorgeschobene Hindernisse aus dem Weg."

 


 

Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR e.V.

"Ich bin für Parität in der Politik, weil Angelegenheiten des Gemeinwesens durch verbindliche, paritätische Entscheidungen getroffen werden sollten und die Politik dafür mit gutem Beispiel vorangehen muss."

 

 


 

Barbara Rohm, Pro Quote Regie

"Eine Quote bei der Vergabe von Fördergeldern und bei der Beschäftigung von Frauen in kreativen Führungspositionen bringt die weiblichen Talente in den Wettbewerb. Sie schafft die Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb, damit die besten Frauen und die besten Männer gefördert werden. Denn die Perspektiven und Geschichten von Frauen dürfen nicht länger ausgeschlossen werden."


 

Maren Weber, ProQuote Medien

"Es braucht mehr Frauen in den Parlamenten, weil für Politik wie für Medien gilt: Sie kann nur für Vielfalt stehen, wenn sie selbst vielfältig geführt wird."

 

 

 


Prof. Dr. Gabriele Kaczmarczyk, Pro Quote Medizin

"Wir brauchen Parität in den medizinischen Spitzenpositionen. Die Tatsache, dass aktuell mehr als 60% der Medizinstudierenden weiblich sind und ihr Studium mit hervorragenden Noten abschließen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den entscheidenden Spitzenpositionen seit Jahren mehr als 90% Männer vertreten sind. Der qualifizierte weibliche Nachwuchs ist vorhanden! Deswegen die Forderung nach einer gesetzlichen Quote für medizinische Spitzenpositionen."


Christine Müller, Gleichstellungsbeauftragte Göttingen

"Wir brauchen in Deutschland ein Paritätsgesetz, um Art. 3 Abs. 2 GG umzusetzen. Der Verfassungsauftrag zur tatsächlichen Gleichberechtigung lässt sich nicht mit Absichtserklärungen und freiwilligen Selbstverpflichtungen erfüllen. Nach fast 100 Jahren Wahlrecht für Frauen gilt es jetzt die gleichberechtigte Teilhabe in den Parlamenten einzufordern!"


Ramona Pisal, Deutscher Juristinnenbund

"Gesetzliche Vorgaben können etwas, was freiwillige Selbstverpflichtungen nicht können: Allgemein verbindliche Regeln aufstellen, ihre Einhaltung kontrollieren und so verbindlich für gleichberechtigte Teilhabe und damit für Vielfalt und gesellschaftlichen Wandel sorgen. Freiwilligkeit ist erstrebenswert, aber wir brauchen Gesetze. Geht es um die Verteilung von Macht, Geld und Einfluss, dann wird freiwillig nicht geteilt." (Foto: Sharon Adler)


 

Marion Böker, Präsidium Deutscher Frauenring

"Wahlgesetze sollten die angemessene Vertretung von Frauen in Parlamenten garantieren. Nach 100 Jahren Frauenwahlrecht im Jahr 2018 und bei 52% der Bevölkerung werden unsere speziellen Interessen nur von 37% im Bundestag und EU-Parlament oder 25% in Stadträten vertreten. Frankreich zeigt: ein Gesetz hilft."